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Blackspiration: Nostalgie, Empörung, Empowerment

Blackspiration

Von Nostalgie, Verwunderung, Empowerment bis hin zur Honorierung Schwarzer Schönheiten haben wir für euch eine große Auswahl an spannenden Themen zusammengefasst. In Berlin-Kreuzberg gibt es eine kleine Zeitkapsel, in der wir in die 50er Jahre Reisen können und den Prozess der ersten Modefotografien von und für Afroamerikaner und -Amerikanerinnen entdecken können! Von einer Zeit, wo ausschließlich weiße Frauen das Cover zierten, leben wir nun in einer Epoche, wo der neuste Schönheitstrend eine Melanotan-Injektion ist – Die Injektion von Melanin, um braun zu werden. Was es damit auf sich hat und warum ein 45-jähriger Mann einen emotionalen Tweet schickt, erfahrt ihr hier:

Wie ein triviales Produkt so viele Emotionen auslösen kann

„Zum ersten Mal in meinem Leben weiß ich, wie es sich anfühlt, ein Pflaster in meiner Hautfarbe zu haben“, twittert Dominique Apollon. Viele Menschen teilten daraufhin ähnliche Erfahrungen.  Sein Tweet wurde über 107.113 geretweetet und viele People of Color kommentierten und diskutierten mit Dominique darüber, wie solch ein triviales Produkt doch so viel Emotionen hervorrufen kann.

Not like I didn’t know these strips existed. But I definitely didn’t expect the complex emotions that would swirl as I watched it just … blend in. A seemingly trivial exercise I’ve repeated 1000x on my body with “regular” ones since childhood. Self-administered #antiblackness

Ganze fünf Monate lag das Paket mit den Pflastern in seiner Wohnung, nachdem Dominique sie in einem Onlineshop entdeckte. Als er sich dann an einem Freitag in den kleinen Finger schnitt, holte er das Paket heraus und war überwältigt. Gegenüber Buzzfeed erklärte Dominique, dass er als Schwarzer es einfach nicht gewohnt sei, bei einem nationalen Online-Anbieter ein Produkt zu entdecken, dass auf ihn abgestimmt sei. Die Standardeinstellung sei ein kaukasischer Hautton. Natürlich wisse er, dass die typische Beigefärbung der Verbände auch aus medizinischen Gründen gewählt wird, doch für ihn lautet das Schlüsselwort: Sichtbarkeit. “Aber es ist schön, eine Wahl zu haben und zu wissen, dass ein Unternehmen sich nicht einfach der weißen Erfahrung verschrieben hat”, sagte er. “Es signalisiert nur, dass wir ein geschätztes Mitglied der Gesellschaft sind.”

Sommertrend 2019: Melanotan-Injektion – die Bräunungsspritze

“Zum Sommeranfang will niemand käseweiß sein. Nur: Wie mogelt man sich am einfachsten und am schnellsten einen sonnengeküssten Teint?,” lautet die Einstiegsfrage eines Harper´s Bazaar Artikels. Verwundert surfe ich durch das Netz und tatsächlich: Nach stundenlanger Sonnenbank drücken, Bräunungscremes und anderen Hilfsmitteln ist die “Bräune” weiterhin “in”.  Dabei stelle ich mir die Frage: Warum? Für mich ist dieser ganze Trend abstrakt und daher planen wir demnächst einen Beitrag zu diesem Thema. Zurück zur “ultimative Bräunungshilfe”:

Es handelt sich um einen Wirkstoff namens Afamelanotid. Das ist ein Hormon, welches in der Haut freigesetzt wird, wenn diese der Sonne ausgesetzt ist. Das Hormon sorgt dafür, dass die Produktion von Melanin angekurbelt wird. Melanin ist für die Bräunung der Haut zum Schutz vor der Sonne verantwortlich.  Das Produkt wird unter dem Namen Melanotan vertrieben. Hersteller ist die australische Firma Clinuvel. Nach Angaben des Deutschen Ärzteblattes wird das Mittel unter die Haut gespritzt und nach wenigen Tagen setzt die Bräunung ein, die für ein bis zwei Monate anhalten soll. Wird es demnächst mehr schwarze Deutsche geben?

Quelle: Johnson Publishing Company, LLC. All rights reserved.

“The Black Image Corporation” Ausstellung in Berlin

So, jetzt gibt es eine Kulturempfehlung – zwar für die Berlinerinnen und Berliner unter euch, aber immerhin! Die Ausstellung “The Black Image Corporation” zeigt in Kreuzberg die Schwarzen Ikonen der Modefotografie! Die von Theaster Gates entworfene Ausstellung rückt die Arbeiten der beiden Fotografen Moneta Sleet Jr. und Isaac Sutton ins Blickfeld. Im Jahre 1974 zierte erstmals eine Schwarze Frau ein US-Modecover. Das besagte Titelblatt erschien auf der Zeitschrift “Ebony” und widmet sich seitdem ausschließlich an ein schwarzes Publikum.

Das Magazin wird (bis heute) monatlich von der Johnson Publishing Company herausgebracht, zusammen mit der wöchentlich erscheinenden Illustrierten „Jet“ im Handtaschenformat. Seit den 50er-Jahren trugen beide entscheidend zum Selbstbewusstsein innerhalb der afroamerikanischen Kultur bei. Nun öffnen sie ihre Archive und zeigen im Martin-Gropius-Bau in Berlin, was sich über die Jahrzehnte angesammelt hat. Die Ausstellung startete am 25. April und läuft noch bis zum 28. Juli 2019! Also, auf Rosellas!

Ein Online-Lifestylemagazin für afrodeutsche Frauen schaffen. Genau das hat sich die 29-jährige Berlinerin in den Kopf gesetzt. Seitdem 20.01.2019 ist Cianis Traum wahr geworden. RosaMag informiert, inspiriert und empowert schwarze Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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