Wir sind ROSA.MAG
RosaMag - das erste Online-Lifestylemagazin für afrodeutsche Frauen.

“Ich bin verdammt wütend, in einer Gesellschaft zu leben, die Schwarzen Menschen lehrt die eigene Haut zu verachten”

Yezenias Kolumne geht in die zweite Runde. Schwarze Menschen müssen immer wieder erfahren, dass sie nicht der Norm entsprechen, dass Anti-Schwarzer Rassismus real ist, auch in der People of Color Community, die eigentlich ein geschützter Raum sein möchte. Yezenia teilt ihre persönlichen Erfahrungen und hat ein Ziel: Schwarze Menschen zu empowern, weil wir einfach “amazing as fuck sind”! 

Zorn und Selbsthass

Diese selbstverachtende und brennende Wut, die ich in meinem Seminar spürte, trage ich in mir seit dem Tag, an dem ich als das „Andere“, das Fremde, das weniger ansehnliche, das weniger wert, das Leben, dass nicht schützenswert ist, zugeschrieben wurde. Also seit meiner Geburt.

Ich verbringe sehr viel Zeit damit, darüber nachzudenken, wie ich nicht zulasse, dass der Hass auf Schwarze Menschen mich zerstört. Es ist dieser brennende Zorn, der nicht selten auch nach innen gerichtet ist, so dass ich anfange nicht nur meine Existenz in Frage zu stellen, sondern in manchen Momenten meine Haut selbst zu hassen. Anti-Schwarzer Rassismus trägt dazu bei, dass Schwarze Menschen an den Punkt gelangen sich vom eigenen Ich, vom eigenen Schwarz sein entwurzeln und loslösen wollen, oder gar insgeheim den Wunsch hegen nicht mehr Schwarz zu sein, weil diese Gesellschaft mich und anderen Schwarzen Menschen lehrt, dass wir niemals Teil der Norm sein können und werden. Meine Sichtbarkeit als Schwarze Frau* ist nicht erwünscht, mein Leben nicht relevant, mein Wissen und Können wird unterminiert, wird als eher einschüchternd wahrgenommen und deswegen wird es als kein richtiges Wissen und Können abgetan.

Ich werde nie vergessen, wie während meines letzten Schulpraktikums eine Schwarze Schülerin* der zehnten Klasse auf dem Pausenhof zu mir kam und sagte: „Ich war überrascht, als ich Sie das erste Mal in der Schule sah. Ich fragte warum? Sie sagte: ich habe noch nie eine Schwarze Lehrerin* bisher gesehen. Sie blickte dann auf dem Pausenhof und sagte dann: Wissen Sie, manchmal wäre ich gerne unsichtbar, ich wäre gerne wie all die, die nicht auffallen. Manchmal wünsche ich mir, ich wäre anders“. Auf meine Nachfrage hin, was sie mit anders meinen würde, sagte Sie: Ich wäre gerne einfach normal, halt weiß”.

In mir entsteht die Unmöglichkeit zu beschreiben, was dieser Gedanke, diese Aussage, was das Hören dieser Worte aus dem Mund einer Schwarzen Person mit mir macht.

Wer definiert Normalität?

Über welche Normalität reden wir, verdammt nochmal? Diese Schülerin* schämte sich für ihr Schwarzsein, weil sie ihr Schwarzsein als Bürde erfährt, weil sie es kennt, wenn sich Mitschüler*innen und/oder Lehrer*innen über ihr mitgebrachtes Essen, das ja “komisch riecht” lustig machen, da es nicht das gute Deutsche Brötchen mit Käse und/oder Wurst ist. Weil ihre Haare nicht glatt und lang sind, weil sie den vermeintlichen Schönheitsidealen hierzulande nicht entspricht und/oder das Exotische ist. Weil ihr Attribute, wie laut, emotional, wütend und übertreibend zugeschrieben werden. Sie war so wütend und schämte sich zugleich, weil sie, wie ich später erfuhr, Affengeräusche über sich ergehen lassen musste, ohne dass irgendjemand, sei es Schüler*innen oder Lehrer*innen, was dagegen sagten. Niemand. Wie überlebt jemand so etwas?

Diese Schülerin* war zudem darüber überrascht eine Schwarze Person, in einer Position zu sehen, die primär von weißen Menschen und ab und an von People of Color besetzt ist. Diese können aber nicht unbedingt ihre Struggles als Schwarze Schülerin* verstehen; das was ihr fehlte, waren die Schwarzen Vorbilder!

Bildung schützt nicht vor Rassismus

Sie erstaunte darüber, wie ich es so weit bringen konnte und das in einer der rassistischsten Orte Deutschlands: Der Schule.

Ein Beispiel: Wir haben das Jahr 2019, an einer christlichen Schule in Hamburg, in der Klasse in der meine Schwester und ihre Schwarze Schulfreundin* sitzen und es Englischhausaufgaben gibt, wo sich Schüler*innen als „creative task“ in die Rolle von Sklavenhalter*innen hineinversetzen sollen, die nach neuen Aufseher*innen für die Sklav*innen suchen. Sie sollen überlegen welche Qualifikationen und Fähigkeiten, diese mitbringen müssen, als sei es ein verdammt normaler Job, für den Mensch sich bewirbt? Ein „Job“, in dem Schwarzer Menschenleben zerstört und unschuldige Menschen unterdrückt werden, um diese am Ende auszuschlachten. Ein „Job“, der undenkbares Leid in der DNA und das kollektive Gedächtnis Schwarzer Menschen brachte und immer noch Entwurzelung bringt.

Mit Unwissenheit ist das nicht zu „entschuldigen“. Nichts auf dieser Welt kann das entschuldigen. Beide Schüler*innen schrieben ein kleines Essay darüber, warum sie nicht diese Hausaufgaben machen. Beide waren es leid, das N – Wort in der Klasse als Normalität zu hören.

Und ich dachte, dass hohe Bildung vor (Anti- Schwarzen-)Rassismus schützt. Welch eine Ironie, angesichts der Tatsache, dass ich Wissen und Können als meine Munition betrachte.

Quelle: Maciré Bakayoko

Unsere Gesellschaft sieht Schwarzes Leben nicht als schützenswert, sondern eher als Gefahr

Ich frage mich, wie ich jemals meinen Körper und meine Seele von diesem Zorn und von diesem Hass befreien soll?

An der vermeintlichen Normalität muss gerüttelt werden. Denn wenn ich ehrlich bin: ich möchte gerne einen Menschen sehen und erleben, der unbeirrt weiterleben kann, wenn ihm das eigene Sein, der eigene Schmerz und die eigene Wut, sowie die eigenen Lebensrealitäten abgesprochen werden. Ein „entspann dich doch mal, ist doch alles nicht so dramatisch” gesagt zu bekommen, als Topping obendrauf.

Natürlich bin ich verdammt wütend, darüber, dass ich in einer Gesellschaft lebe, die Schwarzen Menschen lehrt die eigene Haut zu verachten.

Eine Gesellschaft, die diese hasst, weil sie tatenlos zulässt, dass Schwarze Menschen in Polizeizellen oder Psychiatrien getötet werden und Schwarzes Leben nicht als schützenswert, sondern eher als Gefahr sieht. Nicht sicher auf der Erde zu sein, aufgrund der Farbe der eigenen Haut, wie überlebt ein Mensch dies? Ich bin wütend, darüber, dass im Jahr 2019 Essays verfasst werden müssen, um eine derartige Schulhausaufgabe an den Pranger zu stellen. Ich bin es leid in „solidarischen“ Bündnisse zu sein, die Anti-Schwarzen Rassismus reproduzieren. Ich bin es leid, auf Demos zu stehen und Texte zu verfassen, die auf diese verinnerlichten Strukturen hinweisen und die Verantwortlichkeiten für Anti-Schwarzen Rassismus aufzeigen. Ich bin es leid, dass Menschen es wagen zu denken, ich könne doch auch aufhören. Als sei es mein Hobby ununterbrochen müde, frustriert und wütend darüber zu sein!

Anti- Schwarzer Rassismus und Mehrfach Diskriminierungen sind wahr

Ich frage mich, wie eine vermeintliche „Community“ in der solidarische Gruppen und People of Color aktiv sind, selbst Anti-Schwarz sein kann. Denn angesichts zunehmender Sichtbarkeit von People of Color – was ich feiere- , stelle ich in Frage, wie es um die Aneignung von Schwarzen Efforts und Culture, die Fetischisierung von Schwarzen Körpern und das Sprechen im Namen von Schwarzen Menschen steht, statt ihnen Gehör und Sichtbarkeit zu verschaffen. Dabei geht es nicht um eine Olympiade der Unterdrückung und wer im Kampf gegen Rassismus schlechter gestellt ist und „mehr Leid“ erfährt. Vielmehr wird vergessen, dass es auch eine Differenzierung braucht, um rassistischen Erfahrungen greifbar machen zu können und nicht alle gleich zu machen, weil es nicht nur geschichtliche Verankerungen gibt, sondern, weil wir Individuen sind. Dieses Gleichmachen ist ein vernachlässigen, dass es unterschiedliche Formen von Unterdrückung gibt, dass mehrfach Diskriminierungen real sind, aber bitte schreibt weiter alle wie intersektional ihr seid!

Unsere Gesellschaft möchte die Machtstruktur nicht erkennen

Ich frage mich, wie dieses Unsichtbar machen, tragbar ist und zu welch hohem Preis und unter welchen Voraussetzungen Schwarze Menschen Beiträge leisten im Kampf gegen Anti-Schwarzen Rassismus und Machtstrukturen?

Wie funktioniert eine Gesellschaft, die nicht über die emotionalen und psychischen Konsequenzen von Anti-Schwarzen Rassismus, für jeden einzelnen Schwarzen Menschen nachdenkt und sich handlungsfähig macht, weil sie die Machtstruktur nicht mal erkennen will? Ich dachte auch an Gesprächen mit Menschen wie Lex und Maciré und deren sehr kluge Fragen: nämlich ….

  • Wie Schwarze Menschen in (politischen) Räumen existieren können?
  • Wem ist es erlaubt, den Raum zu definieren und einzunehmen und warum?
  • Wer macht die Arbeit der Aufklärung zu Anti-Schwarzen Rassismus, wessen Arbeit bleibt unbemerkt?
  • Wo soll all diese Energie dafür herkommen? Denn es ist verdammt anstrengend!
  • Wie und woher bekommen wir diese Energie zurück?

Ich sehne mich, statt hart, tender and soft sein zu können

Ich träume von dem Moment, an dem Heilung und Safe Spaces für Schwarze Menschen so wie Reparationen anstehen. Wo die Haut Schwarzer Menschen frei ist. Ein Space, wo die Hashtags #blackexcellence und #blackgirlmagic gelebt werden und das außerhalb von Beautyidealen. Ich wünsche mir einen safen Ort, wo all dieser Zorn, all diese Wut entgleiten kann, wo Schwarze Frauen* nicht die starken Kämpferinnen* sein müssen. Ich sehne mich nach einem Ort, wo auch ich meinen Gefühlen und die Traumata meiner Vorfahrinnen* Ausdruck verleihen kann, wo ich nicht mehr hart, sondern tender and soft sein kann. Wo die deutsche Sprache es ermöglicht Wörter für mich und mein Schwarzsein zu finden, die poetisch sein können und nicht degradierend.

Wer braucht die Anderen?

Die Erschaffung des „überlegenen Eigenen“ (selfing) ist verknüpft mit der Erschaffung der „minderen Anderen“(othering), denn (Anti-Schwarzer) Rassismus ist nämlich auch ein Identitätsdiskurs. Um das Eigene zu definieren, wird das „Andere“ konstruiert. In diesem Vorgang werden nicht notwendigerweise, aber tendenziell, rassistische Unterscheidungen vorgenommen. Der Soziologe Stuart Hall sagte:

„[Weiße] Engländer sind nicht deshalb rassistisch, weil sie die Schwarzen hassen, sondern weil sie ohne die Schwarzen nicht wissen, wer sie sind.“ 

Weiße Menschen generell, wissen nicht wer sie sind, ohne Schwarze Menschen, ohne die vermeintlichen Anderen.

Wenn ich an meinen Kommilitonen und die Erfahrung in meinem Seminar zurückdenke, muss ich unweigerlich feststellen, dass er seine Identität über die Macht definierte, mich als das Andere, das Fremde, das nicht richtig schwarz bezeichnen zu können. Also bestimmen zu können wer ich bin, ohne sich selbst darüber Gedanken zu machen, wer er als weiße Person ist und in welchem Kontext er in dieser weißen Gesellschaft agiert.

Er wird seine Existenz niemals in Frage gestellt bekommen, egal welchen Raum er betritt. Seine Existenz wird dadurch niemals bedroht. Er wird sich niemals Fragen müssen, wer er ohne den internalisierten Rassismus wäre, in den er hineingeboren wurde und den er mit der Muttermilch aufsaugt(e). Weiße Menschen sind nicht einfach nur „Menschen“. Sie gelten seit jeher als die überlegene Norm und eben diese Bestimmung verschafft ihnen Macht und das zu leugnen heißt, jene rassistischen Hierarchien fortzuschreiben, die sie für überholt annehmen.

Seine Privilegien ermöglichen ihm aber auch etwas, was mir fehlt: Zeit.

Doppelbelastungen und Privilegien

Bildung ist ein Privileg, dass bestimmte Menschen zufliegt. Wenn du ein Kind bist, dass aus benachteiligten Verhältnissen kommt, hast du eine Doppelbelastung und dein Struggle wird erweitert: Du bist das Schwarze Kind, dass sich darüber Gedanken macht, woher das nächste Geld für die benötigten Schulsachen kommt. Und falls du es gegen jeden Widerstand soweit schaffst an die Uni zu kommen, fragst du dich, wie du dein Studium fortsetzen kannst.

Als Teil einer Mittelschicht verfügt er gleichzeitig über sozio-ökonomische Sicherheit und Stabilität. Seine Existenz ist nicht aufgrund von Race, Class und/oder Gender bedroht und deswegen hat er die Zeit Texte Schwarzer Koryphäen zu lesen, für sich einzunehmen, um damit mir erzählen zu wollen, wer ich bin und wie mein Struggle aussieht oder ob ich überhaupt einen Struggles hab.

Empowerment.

Und Ich? Was machte ich mit meinem Zorn, meiner Wut?

Ich dachte erneut an die Worte meiner Mutter: „Als Schwarze Frau auf dieser Welt, wirst du immer mehr leisten müssen als Andere“ und spürte kurz Frustration darüber immer in Vorleistung gehen zu müssen, vorbereitet sein und mir Räume streitig machen zu müssen, um meine Existenz kämpfen und Raum einzunehmen zu müssen, der selbstverständlich auch mir gehört.

Was ich kannte, waren meine Erfahrungen, denn für eine lange Zeit wusste ich nichts über Bezeichnungen, Theorien, Konzepte, die meiner Realität, meinem Leben, meinen Erfahrungen Ausdruck verleihen – und ich lerne immer noch.

Auch in diesem Seminar musste ich Entscheidungen treffen. Es wird immer Leute geben, die versuchen werden mich zu definieren, um in der Konsequenz Dinge von mir auszuklammern, die mich ausmachen. Audre Lorde sagte:

„Wenn du die Definition dessen, was du bist, darauf beschränkst, was genehm ist, der Mode entspricht oder erwartet wird, schaffst du Unehrlichkeit durch verschweigen“. 

Mein Schweigen wird mich nicht beschützen, aber vor allem nicht, die Schwarzen Menschen, die mit mir existieren, die nach mir in einem Theologieseminar – oder sonst wo sitzen werden und auf Kommiliton*innen wie meinen treffen werden.

Es gibt immer diesen Punkt für mich, in dem ich unerlässlich entscheiden muss, wie viel ich aushalten kann. Mir sagte einst jemanden, den ich sehr schätze:

choose your battles wisely, because as a black woman* you are gonna fight for the long term”.

Aber ich bin noch zu wütend und Wut kann auch eine große Motivation sein.

Ich hatte in diesem Seminar die Wahl, entweder verlasse ich den Raum und nehme dadurch schweigend hin, was passierte, oder ich werde „die wütende Schwarze Frau”, bringe die enorme Energie auf und nutze meinen Schmerz.

Ich wählte letzteres. Aus der Verantwortung heraus meine Wahrheit zu erzählen, mit der ich nicht alleine stehe. Ich lernte nicht nur die Dinge zu teilen, die schön und Erfolg brachten, sondern auch den ungelinderten Schmerz.

„Your silence will not protect you“ 

rief ich und rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis. Ich dachte an die unzähligen Momente, in denen mich mein Schweigen – egal, ob selbst auferlegt oder gezwungen – mich innerlich zerstört hatte.

Ich dachte an Chimamanda Ngozie Adichies Satz:

„Macht ist die Fähigkeit, die Geschichte einer anderen Person nicht nur zu erzählen, sondern sie zur maßgeblichen Geschichte dieser Person zu machen.“ 

und erlaubte diesem Menschen nicht, dass er mir meine Erfahrungen absprach. Ich duldete diesen Anti-Schwarzen Rassismus – ob absichtlich oder unbewusst –  und die darin enthaltene Machtstruktur nicht. Diese wird dadurch aufrechterhalten und profitiert davon, dass Schwarze Menschen internalisiert haben, irgendwelchen Standards nicht gerecht zu werden, von der Annahme, dass ihre Erfahrungen nicht erzählbar sind und von der Vorstellung, dass sie unwissend sind und deshalb belehrt werden müssen.

Ich stand auf, wurde laut und ungemütlich, nahm Raum ein, sprach über und für mich, bevor er oder weitere es tun konnten. 

Ich gab mir selbst Sichtbarkeit, protestierte gegen den Willen eines weißen Menschen es zu wagen, besser zu wissen, wer Schwarz ist. Ich stand auf, argumentierte und stellte meine eigenen Definitionen und mein Schwarzsein in den Vordergrund, vor seinen Fragen und Definitionen über mich – und damit auch über andere Schwarze Menschen –. In diesem Seminarraum sollten seine Worte nicht im Bereich des einfach Sagbaren bleiben.

Wenn es darum geht, sich zu äußern, sprecht eure Wahrheit, wie es ist. Auszusprechen ist nicht einfach, wird nie einfach sein. Es ist riskant und gefährlich und verdammt beängstigend, aber so auch das Leben in der Stille.

Ich wählte die mir in diesem Moment zur Verfügung stehenden Mitteln, um die Machtverhältnisse für eine kurze Weile umzukehren: mit meiner Stimme und mein Lachen.

Ich lachte! Mit diesem so selbstbewussten und authentischen Lachen, dass ich von meiner Mutter lernte. Ein Lachen gefüllt mit Tränen, Ehrgeiz, Liebe und dem Wissen darüber, wie meine Vorfahren mir den Weg ebneten und was für eine badass legacy ich in meiner DNA trage.

Ich denke an all die Schwarzen Menschen, die nicht mehr unter uns sind und Opfer von Anti-Schwarzen Angriffen wurden und werden, die tödlich enden. – In Gedenken an Achidi John (2001), Oury Jalloh (2005), Laya-Alama Condé (2005), Christie Schwundeck (2011), Yaya Jabbi (2016), William Tonou-Mbobda (2019), Rooble Warsame (2019) und all die Schwarzen Menschen, die täglicher Repressionen und Gewalt ausgesetzt sind.

Ich denke an all die Schwarzen Menschen, die ich liebe, die nicht konform sind, die Raum einnehmen und fragil, verletzbar und zugleich monumental stark sind, die so viele Struggles haben, die an so unterschiedlichen Stellen kämpfen, die ich bewundere und für die ich immer einstehen werde.

An Rosa Elena, Rosmira und Maria Fernanda, weil ihr meine Welt seid und der Grund meiner Existenz. An Maciré, Lex, Jacqueline, Nabila, Sarah, Patience, Sheba, Arsema, Neneh, Anta, Cleopatra und an all die herausragenden und wundervollen Schwarzen Menschen da draußen, die mich inspirieren:

Black is original and damn we are so amazingly beautiful. We are an altar of stars. We friggin shine! remember this. Always. We give so much, every damn day. 

Yezenia identifiziert sich als Schwarze, afro-indigenous descendent*, ist politisch aktiv, schreibt bald eine Masterarbeit über Schwarze Theologie. Ihre Themen sind u.a. Empowerment, awareness und sie beschäftigt sich mit Anti-Schwarzen Rassismus, mehrfach Diskriminierungen, Postkolonialismus als Ideal, Psychologie und intergenerationaler Trauma sowie. ancestors wisdom. Yezenia liest mehr als sie schreibt - ist aber nun regelmäßig mit der Kolumne B(L)ACKGROUND auf RosaMag - Gewöhnt euch an lange Sätze!

POST A COMMENT