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Hyperpigmentierung – Der Post-Akne-Fleck und wie du ihn los wirst

Melanin & Hyperpigmentierung

Akne betrifft alle ethnischen Gruppen. Trotzdem kommen mit unserer wundervollen Melaninhaut einige andere Herausforderungen dazu, wenn es um leidige Pickel geht. Sobald eine Hautirritation verheilt, werden wir mit den lästigen dunklen Flecken, keloidale Narben oder Hyperpigmentierungen zurückgelassen – der sogenannte Post-Akne-Fleck! Diese entstehen, weil die Haut sich, aufgrund des Pickels, entzündet. Dein Körper heilt dieses “Trauma” und sendet im Zuge des Regenerationsprozesses eine Menge Melanin in diese Region. Doch meist sendet dein Körper viel zu viel Melanin, was dann zu einer Hyperpigmentierung führt.

Kurz: Postinflammatorische Hyperpigmentierung, PIH, ist eine Überproduktion von Melanin, die dunkle Verfärbungen auf der Haut verursacht. 

Tatsächlich hat das SCMS Journal 2018 festgestellt, dass People of Color Patienten*innen eine stärkere PIH entwickeln, als ihre Counterparts. Das kommt nicht nur von Akne, sondern eben auch von zu starker Sonneneinstrahlung oder sogar von Reizungen – Yeah! Doch wir haben euch Tipps zusammengefasst, wie ihr der Hyperpigmentierung entgegenwirken könnt.

Black don´t crack – Blödsinn!

Der beste Weg kein PIH zu bekommen, ist es ihn zu vermeiden! Das bedeutet, keine Pickel, Reizungen oder Überstrapazierungen zu erhalten. Natürlich folgt mit dem nächsten Periodenschwung eine tolle Überraschung, doch solltest du zu den Kandidaten*innen mit einer gigantischen Pflegeroutine gehören, wie Masken, Gesichtswasser, Peelings, Wäsche und Cremes – lass es. Weniger ist mehr. Wir tendieren dazu, unsere Haut überzustrapazieren. Da dunklere Haut auf jede Wunde mit PIH reagieren kann, können wir häufig nicht die gleichen aggressiven Behandlungen anwenden, die hellere Hauttypen anwenden würden. Man hört oft, den Satz “Black don´t crack “, da dunkle Haut tendenziell robusteres Fibroblast hat – die Bildungszelle des 

faserigen Bindegewebes erzeugen und obwohl dies für das Altern gut ist (Yeah!), wird angenommen, dass der sogenannte Kollagenüberschuss letztendlich der Grund ist, warum dunklere Hauttypen anfälliger für dicke, keloidale Narben und PIH sind.

Daher lasst die Finger von: Benzoylperoxid und Salicylsäure, da sie am stärksten zu Reizungen führen können, wenn sie bei tieferen Hauttönen falsch angewendet werden. Wenn du diese Stoffe verwendest, dann ganz sanft, langsam und biete deiner Haut genug Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Vermeide es Kakaobutter oder Sheabutter auf das Gesicht, Rücken oder Dekollete aufzutragen. Diese Produkte können deine Poren verstopfen und mehr Akneausbrüche verursachen.

Wenn es kommt, dann kommt es, aber nicht drücken!

Pickel auszudrücken, ist nie eine gute Idee. Daher: Finger weg! Ich weiß, es ist verführerisch daran herum zu fummeln und glaubt mir, wenn es eine Weltmeisterschaft in dieser Disziplin gäbe, dann wäre ich schon mit einigen Trophäen Heim gegangen. Tatsächlich gibt es “No-Go-Areas”, wie an der Oberlippe, dem Nasenrücken oder zwischen den Augen, da dort die Blutgefäße verlaufen, die eng mit dem Gehirn verbunden sind. Also: Lass es! Im schlimmsten Fall könnte es sogar zu einer Hirnhautentzündung kommen. Doch wenn ein Pickel kommt, keine Panik, es muss nicht automatisch zu einem dicken Fleck von PIH kommen. Zu wissen, dass deine Haut zu Narben neigt, ist der erste Schritt zur Vorbeugung.

Integriere Sonnenschutz zu deiner täglichen Hautpflege

Ein weit verbreiteter Mythos rundum dunkler Haut ist, dass wir keinen Sonnenschutz benötigen. Das stimmt überhaupt nicht! Daher solltest du im Sommer täglich zur Sonnencreme greifen, um einen guten UV-A-Schutz zu haben, um eine erneute Pigmenteinlagerung zu vermeiden.

Kurz zusammengefasst: Melanin ist im Wesentlichen ein chemisches Schutzschild in der Haut, der vor DNA-Schäden durch ultraviolette Sonnenstrahlen schützt. Je mehr Melanin du hast, desto besser ist deine Haut vor ultraviolettem Licht geschützt. Beispielsweise hat helle Haut einen Lichtschutzfaktor (SPF) von etwa 3, während sehr dunkle Haut einen Lichtschutzfaktor von etwa 13 hat. Diese Werte sind jedoch nicht ausreichend. Selbst viel Melanin blockiert nicht alle schädlichen Sonnenstrahlen. Jeder Hauttyp kann Sonnenbrand bekommen. Menschen mit dunkler Haut neigen jedoch zu der Ansicht, dass Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiken nicht auf sie zutreffen. Das führt dazu, dass über die Hälfte der Afroamerikaner*innen keinerlei Sonnenschutz benutzt. Dabei erhöht jeder Sonnenbrand das Risiko für Hautkrebs, der kein Melanom ist.

Sobald du ein paar Whiteheads hast, gibt es einige Möglichkeiten, um diese zu verblassen, solange du deine Haut sanft behandelst. Ein beliebtes Mittel ist Retinoide, die den  Zellumsatz beschleunigt, um die Haut zu peelen, Akne zu behandeln, den PIH zu verblassen und sogar Keloide zu verkleinern. Allerdings solltest du vorsichtig an diesen Wirkstoff herangehen, damit sich die Haut akklimatisiert. Wenn du unter starker Akne leidest, solltest du wirklich eine*n Expert*in zu Rate ziehen. Einen Besuch beim Dermatolog*en/in ist essentiell, um eine gute und auf deine Haut angepasste Behandlung zu erhalten.

Fazit: Wir haben Gemeinsamkeiten, doch wir sind nicht alle gleich

Am Ende wirken sich Akne und PIH auf alle ethnischen Gruppen aus – you are not alone. Wichtig ist, dass du reizarme Produkte verwendest, dich über die Inhaltsstoffe informierst und auch eine*n Expert*en/in zu Rate ziehst.

Ein Online-Lifestylemagazin für afrodeutsche Frauen schaffen. Genau das hat sich die 29-jährige Berlinerin in den Kopf gesetzt. Seitdem 20.01.2019 ist Cianis Traum wahr geworden. RosaMag informiert, inspiriert und empowert schwarze Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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