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6 Bücher zur afrodeutschen Geschichte

Veränderung in der Literatur

Seit hunderten von Jahren leben Schwarze Menschen in Deutschland und Europa. Doch diese Tatsache wird in der allgemeinen Geschichtsschreibung häufig vergessen und nur wenig ist über das Schwarze Deutsche Leben in Europa seit der Antike bekannt. Mit diesen sechs Büchern, möchte ich euch die Möglichkeit geben, mehr über das Leben afrodeutscher und Schwarzer Menschen in Europa zu lernen und euch zeigen: Wir sind schon lange hier und wir haben Geschichte. 

Schwarze Menschen mussten sich schon immer dem Kampf gegen Rassismus widmen und für die Anerkennung ihres Wissens und ihrer Talente kämpfen. Die Menschen die in diesen Büchern vorkommen, dienen uns also auch als Vorbilder und als Ermutigung nie aufzugeben und zu erkennen, wie viel schon erreicht wurde. Alle diese Bücher sind aktuell erhältlich; Am besten im kleinen Buchladen eures Vertrauens bestellen oder danach suchen.

1. Farbe bekennen: Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte

1986 erscheint Farbe bekennen: Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichteim Orlanda Frauenverlag und wird zum Klassiker. Denn Farbe bekennenbündelt zum ersten Mal die Erfahrungen afrodeutscher Frauen und zeigt so: Das, was wir rleben ist kein Einzelfall und: Es gibt eine Schwarze Deutsche Geschichte. Die Herausgeberinnen May Ayim, Katharina Oguntoye und Dagmar Schultz schaffen Sichtbarkeit und stoßen mit ihrem Buch eine Rassismus-Debatte in Deutschland an. 2016 kam die langersehnte Neuauflage des Buches. Eine wärmste Empfehlung an alle, die sich mit afrodeutscher Geschichte, gesellschaftlichen Zusammenhängen von Rassismus und ihrer eigenen Schwarzen Identität und Positionierung in Deutschland befassen wollen.

2. Grenzenlos und unverschämt

In Grenzenlos und unverschämt (1997) finden die Leser*innen eine biographische Sammlung von Veröffentlichungen der afrodeutschen Poetin May Ayim. Die gesammelten Texte reichen von ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema “Ethnozentrismus und Geschlechterrollenstereotype in der Logopädie” über die Beschäftigung mit “Weiße[m] Stress und Schwarze[n] Nerven: Stressfaktor Rassismus” bis hin zu einer Auswahl ihrer Gedichte. Grenzenlos und unverschämtgibt uns einen tiefen Einblick in die persönliche Geschichte May Ayims und in ihren unerschöpfbaren Kampf gegen Rassismus und Sexismus in der weißendeutschen Mehrheitsgesellschaft.

3. Kinder der Befreiung: Transatlantische Erfahrungen und Perspektiven Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration

In Kinder der Befreiung (2015) zeigt Marion Kraft (Hrg.) die Rolle Schwarzer us-amerikanischer Soldaten in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf. Sie betont deren Beitrag zum Kampf gegen Faschismus und verknüpft die Wechselwirkungen von Rassismus in den USA und Deutschland. Die Konstruktion von “Rasse” und Nation in Deutschland werden historisch verortet und es wird klar, welche Erfahrungswelten sogenannte “Besatzungskinder” prägten und wie diese bis heute nachwirken. Kraft verbindet politische, historische und wissenschaftliche Analysen sowie Interviews der Gründerinnen von ADEFRA (Afrodeutsche Frauen e.V.) mit persönlichen Geschichten.

4. Deutsch sein und Schwarz dazu: Erinnerungen eines Afro-Deutschen

In dieser Autobiographie erzählt uns Theodor Wonja Michael von seinem deutschen Jahrhundert. Er wurde 1925 in Berlin geboren und als Junge in sogenannten “Menschenzoos” ausgestellt. Wonja Michael überlebt den Holocaust und dessen Folgen. Er gibt später das Magazin “Afrika-Bulletin” heraus und engagiert sich in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD). Eine berührende und beklemmende Erzählung, die, die selten erwähnte Geschichte, Schwarzer Menschen in der NS-Zeit bewusst macht.

5. Afrokultur: der raum zwischen gestern und morgen

In Afrokultur(2018) beschäftigt sich die Schwarze Feministin und Wissenschaftlerin Natascha A. Kelly mit Schwarzer Wissensproduktion in Deutschland. Kelly arbeitet heraus, warum eben dieses Schwarze Wissen nicht ins deutsche kollektive Gedächtnis und Wissensarchiv gelangt. Afrokultur zeigt koloniale Kontinuitäten auf und inwieweit diese sich noch heute in Medien und der Gesellschaft spiegeln.

6. Legenden, die uns verborgen blieben: Schwarzes Europa

Legenden, die uns verborgen blieben(2017) ist ein Projekt von Jugendlichen aus Aachen, die sich auf die Suche nach ihrer Geschichte machen. Das Buch stellt unterschiedlichste Schwarze Personen aus Wissenschaft, Politik und Kunst vor, die Europa durch ihren Beitrag geprägt haben, aufgrund der weißen-eurozentrischen Geschichtsschreibung aber meist unerwähnt bleiben. Mit kurzen knackigen Texten und Illustrationen, ist das Ziel Kindern und Jugendlichen zu zeigen: Es gibt Schwarze Vorbilder und: Ihr könnt alles erreichen! Für alle Eltern, die genau das ihren Schwarzen Kindern bewusst machen möchten, für alle Jugendlichen, die sich auf die Suche nach Vorbildern begeben wollen und für alle anderen, die Lust haben das Herzensprojekt dieser jungen Menschen zu unterstützen.

Jena bezeichnet sich als afrodeutsch/ Schwarze Deutsche und studiert derzeit Anthropologie und Gender Studies. Im Herbst wird sie ihre Abschlussarbeit über die Schwarze feministische Bewegung in Deutschland schreiben. Außerdem ist Jena aktiv in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, zu ihren Schwerpunktthemen zählen hier Rassismus und Sexismus/Gender. Privat spielt sie Theater und interessiert sich für die Schnittstelle von Politik und Kunst.

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