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Black Lives Matter: Warum wir am 05. Juli in Berlin auf die Straße gehen sollten!

Am 05. Juli ruft Black Lives Matter Berlin zum Protestmarsch auf gegen strukturellen Rassismus und Diskriminierung von Schwarzen Menschen in Deutschland und weltweit. Treffpunkt ist Zietenplatz am U-Bahnhof M*straße um 17 Uhr. Lasst uns gemeinsam hingehen und für unsere Rechte kämpfen!

„Deutschland hat ein Rassismusproblem“, sagt Diana Arce, eine der Organisator*innen aus dem sechsköpfigen Black Lives Matter Berlin-Team. Die soziale Bewegung stammt ursprünglich aus den USA, wo sie nach der gewaltsamen Ermordung des erst 17-jährigen Trayvon Martin im Jahre 2012 und dem darauffolgenden  Freispruch seines Täters zur sozialen Bewegung herangewachsen ist. Black Lives Matter protestiert gegen Polizeigewalt und sie prangern den strukturellen Rassismus an, der Schwarze Menschen seit Jahrzehnten benachteiligt, bei der Jobsuche, auf dem Wohnungsmarkt, im alltäglichen Leben – Rassismus zieht sich durch alle Bereiche der Gesellschaft. Der deutsche Ableger wurde vor drei Jahren in Berlin gegründet und ruft am 5. Juli  zum Protestmarsch auf. Die Auftaktkundgebung beginnt um 17 Uhr am Zietenplatz am U-Bahnhof M*straße in Mitte. Der Protestmarsch startet um 18 Uhr. Die Demo führt von der M*straße weiter über die Friedrichstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Oranienstraße, Kottbusser Tor, Skalitzer- und Wiener Straße bis zum Spreewaldplatz. Ab ca. 20:00 Uhr wird es dort Live-Musik, Poetry und weitere Redebeiträge geben.

Der Black Lives Matter – Monat

Einmal im Jahr organisiert die Bewegung den Black Lives Matter-Monat. Kick-off war dieses Jahr der 10. Juni. „Wir wollen in diesem Monat Schwarze Kultur in Deutschland zelebrieren. Gleichzeitig möchten wir auch Schwarze Menschen aus der Diaspora unterstützen“, sagt Diana Arce. Im Juni stellte das Team verschiedene Events und Workshops auf die Beine, die Schwarzen Personen, Austausch- und Netzwerkmöglichkeiten boten. Dafür kooperierten sie auch mit anderen Vereinen und Personen aus der Schwarzen Community, wie der ISD-  Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. So organisierten sie zum Beispiel eine Infosession zum Thema: Know your Rights! Außerdem fand im Juni ein Digital Security Workshop für Schwarze Journalist*innen und Aktivist*innen statt. Solche Veranstaltungen sind wichtig, nicht nur, um „die richtigen Tools“ zu haben, sich gegen Diskriminierungen zu wehren, sondern auch „um voneinander Kraft zu schöpfen, sich gegenseitig aufzubauen und zu empowern“, erklärt Diana. An der ständigen Konfrontation mit dieser rassistischen Welt, kann man laut Diana, nämlich auch kaputtgehen. Für die Zukunft und den Protestmarsch am 05. Juli, der den Höhepunkt des Black Lives Matter-Monat darstellt, hat sie deshalb einen Aufruf formuliert und zwar, dass „wir uns als Community gegenseitig unterstützen. Egal, ob man die richtigen Papiere hat oder nicht, ob man aus Deutschland oder Uganda kommt. Nicht nur Schwarze Menschen, auch die Menschen, die sagen sie seien anti-rassistisch, sollten kommen und zeigen, dass sie uns unterstützen. Der Aufruf, Black Lives Matter, geht uns alle etwas an, egal ob Schwarz oder weiß.“

Eine gerechte, soziale und offene Zukunft für alle, kann es nicht geben, solange wir als Gesamtgesellschaft nicht anerkennen, dass Schwarze Menschen in Deutschland bis dato nicht gleich gewertet werden wie weiße Menschen. Gemeinsam gehen wir deshalb am Freitag, den 05. Juli, auf die Straße um für unsere Rechte und die Rechte aller Schwarzen Menschen zu kämpfen.  

Wird sind dabei – was ist mit dir? Falls du mehr Infos zu Black Lives Matter lesen möchtest, dann schau hier in unseren Hintergrundartikel hinein. 

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