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ROSAMAG ist ein Online-Lifestylemagazin, dass afrodeutsche Frauen und Freunde informiert, inspiriert und empowert. ROSAMAG porträtiert die facettenreichen Lebenswelten der modernen schwarzen Frau. Von natürlichen Pflegetipps für Afrolocken, inspirierenden Interviews, mitreißenden Kommentaren und beflügelnden Reportagen - Wir zelebrieren afrodeutsche Frauen! Wir möchten Vorbilder schaffen und unsere Diversität zeigen.

Rosapedia: Was ist die “Angry Black Woman”?

In der neuen Rosapedia Folge spricht Ciani über den Ursprung der “Angry Black Woman“: 

Laut, hysterisch, erotisch, anstrengend und temperamentvoll, das waren die Bilder, mit denen ich als junge Erwachsene Schwarze Frau in Deutschland aufwuchs, wenn ich (überhaupt) eine Schwarze Frau in der Popkultur sah. Neben HipHop-Videos in denen Schwarze Frauen lasziv gekleidet, ihren Hintern in knappen Tangas in die Kamera wackelten bis hin zur fiesen besten Freundin in Filmen, wie “10 Dinge, die ich an dir hasse,” die alles tat, um der Hauptprotagonistin den Freund auszuspannen. Diese Bilder stammen nicht von ungefähr. Sie haben eine alte und lange Tradition, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Die Folgen: Höhere sexuelle Gewalt gegenüber Schwarzen Frauen sowie eine hohe Scham von Opfern. 

Angry-Black-Woman

Drei Frauen, drei Gegensätze, doch keine besonders schmeichelnde Perspektive 

Seit den 1950er Jahren gibt es in den US-amerikanischen Mainstreammedien drei gegensätzliche Stereotypebilder Schwarzer Weiblichkeit: Die “Mammy”, “Isebel” und “Saphir”. Mammy war die gute Seele, die eine hart arbeitende, asexuelle, Schwarzen Frau in Knechtschaft verkörpert. Mammies erschienen in der Werbung und im Film als übergewichtige, unterwürfige, glücklich zu lebende Dienerin. Von “Gone with the Wind” und “The Help” gibt es viele Beispiele, in denen die “Mammy” bis heute noch umher kursieren. Auch “Isebel” wird weiterhin in Filmen reproduziert, hat aber ihren Ursprung aus der Sklaverei. “Isebel” ist eine hypersexuelle, verkorkste, unmoralisch und laszive Frau. “Saphir” verkörpert das klassische Bild der “Angry Black Woman” und erwachte in den 1950er Jahren durch  eine Radio-Show namens “Amos ‘N’ Andy” zu leben. Saphire sind wütende, Männerfressende und laute Schwarze Frauen. Die ihren Gipfel im US-amerikanischen Reality-TV Boom in Formaten, wie “Flavor in Love” oder dem “Bad Girls Club” erlebten.

Fabienne Sand hat in ihren Instagram Highlights einen guten popkulturellen Überblick über das Bild der “Angry Black Woman” recherchiert. Schaut unbedingt hinein! 

Angry-Black-Woman

Warum sind diese Bilder problematisch? 

Als junge Frau mit solchen weiblichen Vorbildern aufzuwachsen, birgt einige psychologische Problematiken. Von der Herausforderung einer gesunden Sexualität, das Gefühl der Unzulänglichkeit, münden diese Bilder in der Lektion, dass die Ziele von Schwarzen Frauen lediglich mit sexuellen Mitteln erreicht werden können, indem sie ihren Körper sowohl zur Verhandlung, als auch zur Manipulation nutzen sollen. Schockierend sind auch Studien, die darauf hindeuten, dass, obwohl alle Frauen von sexuellen Missbrauch bedroht sind, das Risiko, dass Schwarze Frauen angegriffen werden, fast doppelt so hoch ist. Es geht noch weiter. Es herrscht eine große Dunkelziffer, da viele Fälle gar nicht erst gemeldet werden. Die Schuld und die Scham unter den Opfern ist durch das Bild der “Isebel” erhöht. Trotz all dieser Fakten, wandelt die “Mammy” sowie “Isebel” lebendig im modernen Film und Fernsehen. Beide sind Relikte der vorgeburtlichen Sklavengesellschaft, die Mammy als übergewichtige, treue und asexuelle Dienerin, die Isebel als attraktive, sexuell abweichende und unmoralische Betrügerin. Diese Bilder machen es Schwarzen Frauen in weiß-dominierten Gesellschaften schwer. 

Ein Online-Lifestylemagazin für afrodeutsche Frauen schaffen. Genau das hat sich die 29-jährige Berlinerin in den Kopf gesetzt. Nun ist Cianis Traum wahr geworden. RosaMag informiert, inspiriert und empowert Schwarze Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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